Vor 4 Monaten gepostet

Atlanta

Zum Abschluss der Reise ging es noch für knapp 3 Tage nach Atlanta. Welch ein starker Kontrast zu Südamerika: Große moderne Hochhäuser, extrem breite und saubere Straßen und natürlich zurück auf der Nordhalbkugel und somit im zurück im Winter.

Atlanta ist der Hauptsitz für einige bedeutende US Firmen (wie Coca Cola, CNN, Delta Airles, UPS und viele mehr). Für mich natürlich ein Highlight „The World of Coca Cola“. Da ich ja recht viel Cola trinke, hätte ich es zwar fair gefunden in dieses Museum umsonst zu gehen, aber leider musste auch ich 16 Dollar Eintritt zahlen. Das Museum selbst ist jetzt eigentlich nicht so umwerfend – aus meiner Sicht hauptsächlich Werbung für Coca Cola. Richtig klasse ist allerdings, dass man am Ende des Museums rund 60 verschiedene Softdrinks des Unternehmens probieren kann. Neben verschiedensten Cola Sorten, vor allem andere Softdrinks welche nach Kontinent sortiert waren. Stellvertretend für Deutschland stand übrigens Mezzo Mix. Allerdings muss ich auch zugeben, dass wenn man so viele verschiedene Softdrinks probiert (und ich hab mir wirklich extrem viel Mühe gegeben wenig auszulassen) der Geschmack am Ende sogar etwas Abstoßendes bekommt. 

Außerdem habe ich in Atlanta neben Shopping noch an einer Tour durch das Hauptquartier von CNN teilgenommen. Interessante Einblicke in das Wirken eines der größten Nachrichtensenders weltweit. Am letzten Abend gab es im Little Five Points Theater sogar noch etwas Kultur. Es ging in das – doch recht lustige - Stück „Waffle Palace“. In den Südstaaten sind „Waffel Houses“ ziemlich verbreitet und bieten günstige Snacks wie Toasts und natürlich verschiedene Waffeln an und haben dabei einen eigentümlichen Charme. Das Stück erzählt - etwas übertrieben und auf sehr lustige Weise - was in diesen Orten so passieren kann und welche Charaktere dort aufeinander treffen.

Übernachtet habe ich diesmal übrigens das erste Mal über Airbnb. Auf dieser Webseite bieten Privatleute von einer kleinen Ecke in der eigenen Wohnung bis hin zu ganzen Wohnungen Übernachtungsmöglichkeiten an. So bin ich in einem Haus gelandet, was rein für Airbnb-Kunden von der Gastgeberin betrieben wird. Sehr schön eingerichtet, gut gelegen und preisgünstig – daher werde ich Airbnb sicher mal wieder in Anspruch nehmen.

Um auch mal wieder etwas Negatives zu sagen: Was mich ziemlich nervt in den USA ist, dass du ständig und überall gefragt wirst wie es dir geht und auch wenn die Antwort nicht wirklich Interessiert man ja immer etwas drauf sagen musst. Das andere woran ich mich erst einmal wieder gewöhnen musste und was ich nie mögen werde ist, dass die Preise fast immer ohne Mehrwertsteuer ausgeschrieben sind. So werden aus schönen „glatten“ Beträgen wie 7,99$ eben immer ungerade 8,63$. 

Das war es nun leider erst einmal für unbestimmte Zeit von meinem Reiseblog (keine Angst irgendwann bin ich sicher wieder unterwegs). Vielen Dank an alle interessierten Blogleser und bis Bald.

LG Rico

Vor 4 Monaten gepostet

Rio de Janeiro

Um es gleich vornweg zunehmen, mit Südamerikanischen Städte werde ich nicht so richtig warm. Rio hat eigentlich beste Voraussetzungen um eine der schönsten – wenn nicht sogar die schönste – Stadt der Welt zu sein. Umgeben von Regenwald, direkt am Atlantischen Ozean mit schönen Stränden sowie wirklich Atemberaubenden Bergen wie dem Zuckerhut beschenkt.

Was aber leider noch fehlt wäre das schicke alteuropäische Flair einer Stadt wie beispielsweise Sevilla oder die hochmoderne, saubere und faszinierende Ausstrahlung von Singapur. Es gibt sicher ein paar ganz schöne Ecken in Rio, aber im Großen und Ganzen bietet die Stadt aus meiner Sicht architektonisch und im Punkto Lebensqualität nicht so besonders viel. Viele hässliche Hochhäuser, auf jeden Hügel sieht man Favelas und in Punkto Sicherheit soll Rio auch nicht so gut punkten. Ich habe deswegen bis auf meine Kamera alle Wertsachen im Hostel gelassen. Mir ist allerdings nicht das geringste passiert und ich habe mich auch nie unsicher gefühlt. Dennoch liest und hört man einiges.

Aus der Perspektive eines Touristen, ist die Stadt – bedingt durch die eingangs beschriebenen Landschaftlichen Reize – schon eine Reise wert. So habe ich mit – sehr guter und moderner - U-Bahn, Bus, Standseilbahn, Seilbahn und Fähre alle touristischen Ecken besucht. 

Das heißt zum Beispiel auf den Corcovado zu fahren und die Christusstaue sowie einen super Blick über die Stadt erleben, das Strandleben der Copocabana beobachten, auf den Zuckerhut fahren sowie sich einfach durch die Stadt treiben zu lassen.

Da ich leider nicht zum Karneval hier sein werde, habe ich jedoch wenigstens die Chance wahrgenommen die Generalprobe zu sehen. Auch diese fand im Sambodrom statt und vermittelt schon sehr gut, wie das Gefühl bei der richten Hauptveranstaltung sein muss. Das Sambodrom fasst 88500 Leute und ist rund 700 Meter lang. Ein interessanter Ort. Bei der Generalprobe ist nur eine Sambaschule – der Vorjahresgewinner – aufgetreten. Der Ablauf war wie bei der Hauptveranstaltung, nur die Kostüme und Beiwagen waren sehr bescheiden. Diese werden dann natürlich erst zur Hauptshow vorgeführt. Wie auch immer, es war ein beeindruckendes Erlebnis!

Am letzten Tag in Brasilien bin ich noch mit der Seilbahn über die Favela Complexo do Alemao Favelas gefahren und habe mit Michaela aus Deutschland – die ich ich in Florianopolis getroffen habe - noch etwas leckeres gegessen, einen letzten Caipirinha und Acai getrunken und war es Zeit sich vorerst aus Südamerika zu verabschieden.

Übrigens hätte ich fast noch meinen Abflug verpasst. Wohl erst an der falschen Stelle auf den Bus gewartet und da es angefangen hat wie aus Kübeln zu regnen, konnte ich mich mit dem Gepäck auch nicht so fortbewegen wie es notwendig gewesen wäre. Daher habe ich dann nach langem Suchen ein Taxi genommen und wie kann es anders sein bin ich damit im Stau gestanden. Als ich endlich im Flughafen angekommen bin, hatte ich nicht mehr genug Bargeld für den  Taxifahrer (der natürlich keine Kreditkarte nimmt). Naja zum Glück recht schnell einen Geldautomaten gefunden, bezahlt und gerade noch rechtzeitig eingecheckt.

Da dies leider erst einmal mein letzter Eintrag aus Brasilien ist, hier noch ein paar Dinge die ich zu Brasilien erwähnen möchte. Das erste ist eine Brasilianischen Spezialität: Acai. Der Grundstoff wird aus der aus der Kohlpalme gewonnen und es wird mit verschiedenen Topings als Eis oder manchmal auch als Shake serviert. Ein schwer zu beschreibender Geschmack – sehr süß und violett in der Farbe – aber mir schmeckt es wirklich sehr gut.

Wie bereits geschrieben so sind Brasilianer meist sehr freundlich. Was ich zudem lustig und mittlerweile aber schon selbst angenommen habe – ich hoffe ich bekomm das wieder abtrainiert – ist die „Daumen hoch“ Geste. Bei allen Möglichkeiten, wo es ein „Okay“, Kopfnicken oder „Ja“ tun würde, wird einem oft mit der „Daumen hoch“ Geste  und einem Lächeln suggeriert – alles bestens.

Was hier noch ganz anders läuft als in Europa ist das Busfahren. Man steigt vorne ein, holt sich aber nicht beim Fahrer oder an einem Automat ein Ticket, sonder hat in JEDEN Bus ein Drehkreuz mit einem Fahrkartenverkäufer (wobei das Wort vielleicht nicht angebracht ist, da man keine Fahrkarte erhält). Da das Drehkreuz recht klein ist, ist es mit Gepäck immer etwas herausfordernd durchzukommen – was für die übrigens vielen dickeren Brasilianer genauso zutrifft. So schafft man natürlich auch Arbeitsplätze – wenn auch sicher sehr langweilige.

Eine andere Sache, die man sich so – zum Glück – in Europa schlecht vorstellen kann, ist die Inflation in Brasilien. Dabei rede ich nicht von rund 2 Prozent wie wir sie in Deutschland haben, sondern laut offiziellen Statistiken von 6 Prozent. Bei vielen Gesprächen habe ich dabei aber raus gehört, dass einige Sachen auch gern mal 20 Prozent teurer werden. Übrigens nicht anders – wenn nicht sogar schlimmer – in Argentinien. Da lohnt sich das Sparen auf große Anschaffungen!

Vor 4 Monaten gepostet

Paraty – Ilha Grande

Raus aus dem Moloch Sao Paulo, zurück an die Küste nach Paraty. Die Fahrt ging vorbei an schönen, steilen und mit Regenwald bewachsenen Hängen und Straßenpolizeistationen. Diese unterbrechen die Straße in Brasilien regelmäßig oder leiten sie zumindest leicht um.

Diesmal wurde unser Bus das erste Mal angehalten. Obwohl alles mit Brasilianischer Ruhe passiert, so wird solch eine Kontrolle schon recht ernst durchgeführt. Drei Beamte mit Waffe – einer der am Buseingang mit der Hand an der Waffe wartet und zwei Beamte die durch den Bus gehen und nach verdächtigen schauen. Da natürlich jeder sieht, dass ich ein vertrauenswürdiger guter Kerl bin, wurde ich nichts gefragt, aber meine Sitznachbarin musste beispielsweise Ihre Papiere vorzeigen sowie berichten wo sie hin möchte.

Eine andere sehr nervige Sache die zum Straßenbild gehört, sind übrigens auch die unendlichen künstliche Bodenwellen, welche zur Verkehrsberuhigung beitragen sollen. 

Da unser Bus sauber war ging es dann in das am einstigen Goldweg gelegene kleine aber feine Paraty. In außerordentlich gutem Zustand erhaltene Gebäude aus dem 17. Jahrhundert zeichnen das kleine Dorf aus. Auf jeden Fall einen Stopp wert.

Am nächsten Tag ging es nochmal rund 100 km weiter nach Angra dos Reis um von dort mit der Fähre auf die Ilha Grande (wörtlich: große Insel) überzusetzen. Auf dieser Insel gibt es quasi nur eine kleine Örtliche Ansammlung, keine Straßen und jede Menge Natur.

Zwei ordentliche Wanderungen – obwohl ich trainiert bin, habe ich glaube ich selten so geschwitzt wie auf dem Weg durch den Urwald – führten mich zu sehr schönen Stränden. Am ersten Tag ging es zu Dois Rios, welcher ganz nett ist aber keiner weiteren Beschreibung bedarf. Am zweiten Tag ging es – übrigens wieder mit Flipflops - zum 3 Stunden entfernten Strand Lopez Mendes. Auch wenn ich von solchen Rankings nicht sonderlich viel halte, so wurde dieser als viert schönster Strand in der Welt ausgezeichnet und er war wirklich wunderschön! Klasse Sand, super klares Wasser und im Hintergrund die Regenwald bewachsenen Berge der Insel.

Highlight und Abschluss auf der Ilha Grande war ein Tauchausflug am dritten Tag. Erst habe ich lange überlegt ob ich es machen soll oder nicht. Zum Glück entschied ich mich dafür!

Mit einem kleinen Boot ging es zunächst rund anderthalb Stunden in den Westen der Insel. Von dort für jeweils zweimal für eine Stunde unter Wasser. Da ich der einzige auf dem Boot mit Tauchschein war, hatte ich einen extra Guide für mich, der mir wirklich sehr viel zeigte. Dabei habe ich das erste Mal beim Tauchen mehrere große Schildkröten gesehen. Eine konnte ich sogar kurz anfassen. Atemberaubend!

Fragt mich nicht nach Namen, aber jede Menge Fische und sonstige Meeresbewohner wie kleine Seepferdchen und Co habe ich natürlich auch gesehen.

Vor 4 Monaten gepostet

Sao Paulo – Moloch aus Beton

Willkommen in der größten Stadt der Südhalbkugel! Gut 20 Millionen Menschen leben in der Metropolregion. Eine Ansammlung aus (hässlichen) Hochhäusern, kleinen alten Häusern, dreckigen Flüssen, großen Straßen und vielen Menschen. Das trifft es wohl kurz gesagt am besten. Obwohl mir klar war, dass es nicht so super sehenswert ist, habe ich mir einen Tag Zeit genommen um zumindest das Zentrum etwas zu erkunden.

Auf dem Weg nach Sao Paulo habe ich dann auch das erste Mal größere Favelas (Armenviertel) am Stadtrand gesehen. Allgemein ist in der Stadt der Kontrast zwischen den sozialen Schichten sehr groß. Zum einen soll es eine gute Stadt sein um Geld zu verdienen und so sieht man auch richtig viele Leute im Anzug und zum anderen leider auch viele arme Menschen.  An dieser Stelle muss ich auch darauf hinweisen, dass der Brasilianische Mindestlohn nur knapp 300 Euro beträgt. Wenn jemand wirklich nur diesen Lohn erhält, kann ich mir nicht erklären wie man damit - bei fast Europäischen Preisen - ein würdiges Leben führen kann. Wohl einer der Gründe für Favelas.

Einen Schönheitspreis wird Sao Paul in der nächsten Zeit wohl kaum gewinnen. Ich würde für die Stadt aber mal wieder das Wort „Interessant“ verwenden. Interessant zum Beispiel da es ein Schmelztiegel der Kulturen ist (es hat z.B. die größte Japanische Gemeinde außerhalb Japans). In manchen Vierteln gibt es Geschäfte, kleine Stände und Essensbuden so weit das Auge reicht. Dann eben die schon beschriebenen Geschäftsviertel mit - nicht ganz so super hässlichen Hochhäusern - und den Anzugsträgern und teureren Läden.

Um noch etwas Gutes zu Sao Paulo zu sagen: Die U-Bahn ist recht modern und in bedeutend besseren Zustand als die von Buenos Aires. Zudem fühlte ich mich zu jeder Zeit sicher. Natürlich muss man  aufpassen, aber ich denke es gibt unsichere Großstädte.

Ein Tipp noch wenn man mal hier sein sollte: Man kann kostenlos auf das Edificio Banespa Hochhaus und hat von dort wirklich einen beeindruckenden Blick über die Betonwüste. Wahnsinn was für dieses Angebot für ein Personaleinsatz erfolgt. Zwei Damen am Empfang, die – warum auch immer – die Personalien aufnehmen. Der Weg nach oben - der über zwei Aufzüge und Treppen für die letzten zwei Etagen besteht - ist gesäumt von Leuten, welche den Aufzug bedienen (Knopf drücken) und den Weg weisen. Ganz oben angekommen, hat man dann 5 Minuten Zeit (weil immer nur 5 Personen gleichzeitig oben sein dürfen) und wird natürlich auch wieder begleitet.

Vor 4 Monaten gepostet

Curitiba – Mit dem Zug durch den Regen(wald)

Da in Brasilien (wie überall in Latainamerika) der Zug als Transportmittel nicht sonderlich gefördert wird, gibt es in Brasilien kaum Möglichkeiten das Land im Zug zu bereisen.

Allerdings ist auf der kurzen Strecke von Curitiba nach Morretes (rund 120 km) einmal am Tag ein touristischer Zug durch den Atlantischen Regenwald unterwegs. Für die relativ kurze Strecke benötigt der Zug fast vier Stunden. Er schleicht sich seinen Weg durch die Berge und da die Strecke einspurig ist, muss er oft auf entgegenkommende Güterzüge warten. Leider hat der Regenwald seinen Namen alle Ehre gemacht und so hat es doch ziemlich stark geregnet. Wenn dadurch nicht so schön wie erwartet, dennoch ein lohnender Tagestrip. Den Weg zurück habe ich übrigens im Bus in knapp über 1 Stunde zurück gelegt. Ganz davon abgesehen, dass die Rückfahrt nur ein Viertel gekostet hat.

Dafür war im Zug aber ein Brasilianischer Reiseführer inkludiert, welcher scheinbar sehr lustig war. Bis auf eine Person – nämlich mich – schienen alle Fahrgäste Portogisch zu verstehen und lachten viel. Und der Mann sprach scheinbar auch gern und viel nur leider kein Englisch!

Soweit ich dann noch Curitiba selbst erkundet habe, ist es mal wieder einer der Südamerikanischen Städte die nichts Besonderes bieten. Da es ja straff auf die Karnevalszeit zu geht, konnte ich allerdings noch an einer „kleinen“ Karnevalsparty in der Innenstadt teilnehmen. Ausgelassene Leute, viele Leute, gutgelaunte Laute, verrückte Leute und tanzende Leute trifft es wohl am besten!

Vor 4 Monaten gepostet

Triple Frontera – Iguazú Wasserfälle

Als Triple Frontera bezeichnet man das Grenzgebiet zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay. In dieses subtropische Regenwald-Dreiländereck ging es in einer sehr langen Nachtfahrt von Florianopolis. Zuerst stand ein Besuch in Paraguay an. Dieses soll das zweitärmste Land in Südamerika sein und auch wenn ich nur die Grenzstadt Ciudad del Este für ein paar Stunden besucht habe, so kann ich dies glauben. Diese Stadt ist ziemlich hässlich - aber interessant zu besichtigen! Das liegt daran, dass die Stadt ein einziger Marktplatz ist. Warum auch immer, aber die besonders Elektronikartikel kosten in Argentinien und Brasilien recht viel und in Paraguay deutlich weniger (ich würde sagen Deutsches Preisniveau). Außer Elektronik, Parfüm und Kleidung scheint man auch so an ziemlich alles Legale und Illegale zu kommen (mir wurden z.B. auch Drogen angeboten). Viele der Waren sollen gefälscht sein - was ich mir bei der Kleidung besonders gut vorstellen kann - und durch Schmuggel wird eine riesige Schattenwirtschaft betrieben .

Wie dem auch sei, ich war nur ein paar Stunden in Paraguay und kann daher leider nicht viel zum Land sagen. Auch wenn die Hauptstadt Asuncion nur rund 350 km entfernt liegt, so habe ich mich gegen einen Besuch entschieden. Es soll nicht viel zu sehen geben und mir läuft langsam leider etwas die Zeit weg. Zudem möchte ich ja auch noch etwas Zeit am Strand in Brasilien verbringen.

Zurück in Brasilien ging es dann zu einem der Highlights meiner Reise. Zunächst auf die Brasilianische Seite der Iguazu Wasserfälle bevor es am nächsten Tag auf die noch sehenswertere Argentinische Seite ging!

Es gibt wohl drei spektakuläre Wasserfälle in der Welt. Die Niagarafälle, die Viktoriafälle und eben die Iguazufälle. Die letzteren werden dabei angeblich auch oft „Niragarafälle auf Viagra“ genannt. Und sie sind wirklich gigantisch! Beim ersten Anblick dachte ich erst: „naja das hätte ich mir jetzt aber noch größer vorgestellt“. Nachdem mal allerdings weiter läuft und immer mehr Wasserfälle sieht, ist es schon extrem beeindruckend. Kein billiger Spaß (besonders wenn man beide Seiten anschaut und somit auch zweimal Eintritt in den Nationalpark zahlt) aber trotz der isolierten Lage eine Reise wert!

Vor 4 Monaten gepostet

Florianopolis – Insel Santa Catarina

Florianopolis selbst, ist eine Stadt welche zur Hälfte auf dem Festland, zur Hälfte auf der Insel Santa Catarina liegt. Diese ist für wunderschöne Strände bekannt und so ging es für 3 Tage zum entspannen ab auf die Insel. Dabei habe ich einige wunderschöne Strände und nette Leute kennen gelernt, bin über  Dünen gewandert und habe mich das erste Mal im Sandboarding probiert. Wenn auch bei weitem nicht so schön wie Snowboarden oder Skifahren, so dennoch eine interessante Erfahrung.

Was mir im allgemeinen noch zu Brasilien / den Brasilianern einfällt?

Zum einen sind die meisten Leute wirklich sehr freundlich und nett. Das andere mag vielleicht etwas komisch klingen aber überrascht mich eben. Ich hatte immer das Bild von Reihenweisen schönen Frauen in Brasilien. Natürlich gibt es die auch, aber viele sind auch schon recht dick und häufig – mancher mag das mögen – tätowiert.

Preislich – mittlerweile wohl keine Überraschung mehr für mich – nimmt sich Brasilien nicht viel von Uruguay und Argentinien.

Eine andere Interessante Sache für mich als „Softdrinkfan“: In Brasilien gibt es einen Softdrink welcher sich sogar besser als Cola verkauft: Guaraná. Den Grundbestandteil des Getränks bildet eine aus dem Amazonasbecken stammende Lilienart, welche zumindest als Softdrink sehr süß ist und mir somit sehr gut schmeckt. Sollte man mal probieren wenn man hier ist.

Zudem überrascht mich in Südbrasilien, dass es wirklich viele Leute gibt die Deutsche Wurzeln haben und sogar noch ein paar Brocken Deutsch – oder ganz selten sogar flüssig Deutsch – sprechen. Es gibt sogar noch deutsche Orte hier, wie Blumenau.

Bisher denke ich auf jeden Fall das Brasilien (Südamerika) wohl nicht so für seine Städte, aber für wunderschöne Landschaften und Natur definitiv eine Reise wert ist.

Vor 4 Monaten gepostet

Auf nach Brasilien

Nach dem schönen Uruguay ging es nun in den Süden von Brasilien. Den Bus habe ich zuerst nur bis zur Grenzstadt Chuy zwischen Uruguay und Brasilien buchen können. Da Chuy nichts weiter als eine kleine Grenzstadt ist, wollte ich von dort so schnell wie möglich weiter. Im Bus hat mir allerdings niemand gesagt, dass ich meinen Ausreisestempel von Uruguay schon vor den Stadtgrenzen hätte holen müssen (der Bus hatte dort kurz gehalten – es ist nur eine Person ausgestiegen und daher dachte ich es wäre nur ein normaler Stopp). Somit hatte ich aus dem Zentrum erst einmal einen ordentlichen Fußmarsch vor mir um den Stempel zu organisieren und dann endlich auf Brasilianischer Seite meine Weiterreise anzutreten.

Die Besonderheit in Chuy ist, dass die Grenze einfach auf der Hauptstraße im Ort verläuft und es somit im Ort selbst keine Grenzkontrollen gibt. Eine komische Grenzlösung, aber man lernt ja nie aus. So wird auf der einen Straßenseite Spanisch gesprochen, auf der anderen Portugiesisch, auf der einen in Peso gezahlt auf der andern in Reais und so weiter.

Leider hat dann die Weiterfahrt auch nur bedingt optimal geklappt, ich musste nach Pelodas (4 Stunden entfernt) um da dann einen kurzen Nachtbus zu meinen eigentlichen Ziel Porto Alegre zu nehmen. Eine 3 Stündige Nachtfahrt und sehr wenig Schlaf später bin ich dann endlich angekommen. Unterwegs habe ich dafür noch eine super nette Schwedin und zwei Kolumbianerinnen kennen gelernt die mein Schicksal teilten. So haben wir uns dann ein Taxi geteilt und uns in der Nacht halb vier auf Hostelsuche begeben.

Über Porto Alegre braucht man eigentlich nicht besonders viel schreiben. Weder besonders hässlich noch in irgendeiner Hinsicht schön. Mit der Schwedin ging es dann am folgenden Tag noch per Mietwagen in den mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer zu erreichenden Nationpark Parque Nacional dos Aparados da Serra.

Die ersten 200 km ging es dabei schnell und gut auf der Brasilianischen Autobahn und Landstraße voran. Die letzten 25 km zum Nationalpark waren allerdings wirklich etwas sehr besonderes! Auch wenn 25 km nicht besonders viel klingen, so waren wir doch weit über eine Stunde unterwegs. Von Meereshöhe aus (wunderschöne intensive grüne Landschaft) ging es auf rund 700 m und das auf einer völlig unbefestigten Schotterpiste! Wirklich eine abenteuerliche Fahrt, die wir und unser Mietwagen zum Glück unbeschadet überstanden haben. Wunderschöne Ausblicke entschädigten uns dann dafür, dass wir in den eigentlichen Canyon Aussichtspunkt gar nicht rein kamen. Ja nach dem wir die lange ungewisse Strecke hinter uns gebracht haben, standen wir vor einer verschlossenen Schranke und uns wurde gesagt, das der Canyon heute nicht zu besichtigen ist. Wenn zwar in dem Moment etwas Schade, so war die Fahrt alleine schon so toll, dass wir keinen Meter bereut haben.

Vor 4 Monaten gepostet

Cabo Polonio

Ein Ort der weder an das Stromnetz, Straßennetz, Internet oder an die Wasserversorgung angeschlossen ist – kann mir das gefallen?

Ja Cabo Polonia hat mir sogar sehr gefallen. Mit recht lustig anmutenden Allradfahrzeugen ging es von der 7 km entfernten richtigen Straße hinein in einen wirklich wunderschönen Nationalpark – eine großartige Dünen und Strandlandschaft. Markenzeichen der Siedlung ist der Leuchtturm sowie die etwas „Hippieartige“ Ansammlung von kleinen Hütten. Um ihre Gäste zu versorgen nutzen diese meist Wind- und Sonnenkraft. Somit ist es in der Nacht auch recht dunkel und man hat ohne Lichtverschmutzung einen super Blick in die Sterne. Wenn man in Uruguay ist sollte man diesen schönen Ort wirklich nicht verpassen.

Vor 5 Monaten gepostet

Montevideo – Wahrscheinlich die Hauptstadt des Mate

Gut zugegeben ich kenn noch nicht so viel von Südamerika, aber auch wenn in Buenos Aires einige Leute Mate tranken, so viele wie hier habe ich noch nie gesehen. Leute aus Uruguay müssen Mate auf die Welt gekommen sein! Mate ist im Prinzip nichts weiter als ein Tee, welcher in einem ganz nett anzuschauenenden Gefäß mit einem Strohhalm aus Metall getrunken wird. Dazu muss man neben dem Gefäß und dem „Strohhalm“ noch eine Thermoskanne mit Wasser mitnehmen. Mit diesen Gegenständen bewaffnet ziehen sie also um die Häuser die Einwohner von Montevideo. Selbst habe ich Mate natürlich auch mehrfach probiert und mag es eigentlich auch ganz gut. Mein Favorit ist dabei Mate – welcher dann allerdings nicht mehr Mate heißt – der mit ganz kalten Wasser aus der Thermoskanne aufgegossen wird. Aber genug von der Teekunde. 

Montevideo selbst, wird sicher auch nicht unbedingt den Titel schönste Stadt der Welt tragen, hat aber dennoch irgendwas Nettes. Zudem ist es auch eine der sichersten Städte Lateinamerikas. Was ist mir hier noch aufgefallen? Extra Fußgängerampeln scheint es kaum zu geben. Man läuft quasi meist einfach wenn die Autos in der jeweiligen Richtung grün haben. Somit muss man sich manchmal doch recht beeilen noch über die Straße zu kommen. Überrascht bin ich in Uruguay auch wieder von den Preisen. Einige Sachen wie Transportkosten und Hostel sind relativ günstig. Aber beim Essen und im Supermarkt ist manchmal sogar Deutschland günstiger. Ganz stolz scheint das kleine Land übrigens über seine Unabhängigkeit zu sein. Nicht nur das meist die wichtigste Straße der Stadt nach dem Tag der Unabhängigkeit benannt ist sondern auch eine Flagge mit der Aufschrift „Libertad o muerte“ (Freiheit oder Tot) ist häufig zu sehen.

Vor 5 Monaten gepostet

Denkwürdiger Abschied von Buenos Aires - Über den Río de la Plata nach Colonia

Bevor es mit der Fähre in einer 3 stündigen Fahrt quer über den Río de la Plata nach Uruguay  gehen konnte, stand mir erst noch ein denkwürdiger Abschied von Buenos Aires bevor. Zum ersten gab es in meinem Stadtviertel einen großen Stromausfall. Vielleicht gegen 6 Uhr (Ausfall der Klimaanlagen und somit wurde es gemütlich warm im Zimmer - aber für mich kein Problem) morgens bis zu meiner Abreise aus dem Hostel gegen 10 Uhr würde das Problem auch nicht behoben. Kein fließendes Wasser, keine Toilettenspülung und so weiter. Ohne Strom geht eben wirklich nicht mehr viel in unserer modernen Welt.

Was einen viel schlechteren Abschiedseindruck von Buenos Aires gegeben hat ist das folgende: Ich laufe mit meinem Gepäck zum Fährhafen (circa eine halbe Stunde vom Hostel entfernt). Dabei merke ich wie ich von oben nass werde. Haben da ein oder mehrere Tauben haben auf mich geschissen?

Das allein wäre zwar schon eklig genug, aber noch nicht würdig darüber zu schreiben. Eine vermeintlich nette Frau gibt mir sogar etwas Wasser und Taschentücher um das schlimmste zu beseitigen. Schlimmer kommt es als keine 5 Minuten später, als das gleiche nochmals passiert. Kann man so viel Pech haben?

 Auch beim zweiten Mal bekomme ich Hilfe. Allerdings sehe ich im Augenwinkel wie in dem Moment wo ich meinen kleinen Rucksack abstelle um den großen etwas sauber zumachen sich der kleine (mit Reisepass, Kamera und Laptop) selbstständig macht. Ohne groß zu überlegen lass ich den großen Rucksack (in dem quasi nur Kleidung ist) stehen - schreie und renne den Dieb hinterher. Dieser lässt daraufhin sofort den Rucksack fallen und ich muss keine 10 Meter rennen um den Rucksack wieder zu haben. So kam ich zwar ziemlich schmutzig aber wenigstens noch mit allem Hab und Gut am Fährhafen an.

Nach der Fährüberfahrt nach Uruguay wurde es dafür noch ein richtig schöner Tag. Das gegenüber von Buenos Aires gelegene Colonia Del Sacramento in Uruguay ist zwar nicht besonders groß, versprüht aber einen wirklich gemütlichen und schönen Charme und ist eine Reise wert.

Vor 5 Monaten gepostet

Bienvenidos en Argentia!

Nun ist es so weit, nach über 24 Stunden Anreise mit Zwischenstopp in Atlanta bin ich in Südamerika angekommen. Das Wetter ist traumhaft – wenn ich mich auch nach dem kalten winterlichen Abschied in Deutschland erst einmal wieder an Sommer mit 30 Grad und Sonnenschein gewöhnen muss.

Nun aber zu Buenos Aires. Eine Stadt die ich momentan noch sehr schwer einordnen kann. An manchen Ecken wirkt sie sehr europäisch an anderen nicht. An manchen Plätzen wirkt es recht wohlhabend, an anderen relativ arm. Ich fühle mich zwar sehr sicher, dennoch sieht man viele Polizeikontrollen auf der Straße und viele Sicherheitsleute. Es stehen völlig verwahrloste – besser gesagt ausgeschlachtete - Autos am Straßenrand, zugleich fahren auch viele ordentliche Autos rum. Die Stadt ist an der einen Ecke wirklich sehr schön anzuschauen, aber ein paar Meter weiter fragt man sich warum Buenos Aires wohl so bekannt geworden ist. Eine Stadt bei der ich am Ende wahrscheinlich nicht wirklich sagen kann ob ich sie mag oder nicht mag – Interessant kennen zu lernen ist sie natürlich auf jeden Fall.

Und das hab ich in den ersten zwei Tagen zusammen mit einem ebenfalls Rucksackreisenden Japaner gemacht, welchen ich am Flughafen getroffen habe. Zur ersten Stärkung in der Stadt gab es gleich eine der wohl typischsten Argentinischen Speisen: Bife de chorizo (Argentinisches Rumpfsteak – Lendenstück des Rindes). Eine leckere Sache, aber auch wenn ich ja wirklich gern Fleisch esse, eine Menge an Fleisch an die man sich erst gewöhnen muss. Aber auch für diesen enormen Fleischkonsum ist Argentinien bekannt. Zudem wird Buenos Aires auch die Hauptstadt des Tangos genannt. Sicher zu Recht, da wir schon an einigen Ecken Leute haben Tanzen sehen. Ganz verrückt soll es sein wenn man es schaffen würde bis in die frühen Morgenstunden aufzubleiben und dann den einheimischen „Hobbytänzern“ über die Schulter zu schauen. Ich habe mich mit dem vielleicht touristischen Tanzeinlagen auf und neben den Straßen zufrieden gegeben. Preislich liegt Argentinien übrigens auch in meinem „weder noch“ Gefühl. Wenn wohl im Schnitt schon günstiger als in Deutschland, so ist es auch weit entfernt von Tiefstpreisen in manchen Asiatischen Ländern.

Vor 5 Monaten gepostet

Auf nach Südamerika!

Eine neue Reise steht bevor. Am 12. Januar geht’s für knapp 4 Wochen nach Südamerika. Erste Station wird dabei Buenos Aires in Argentinien sein. Die genaue Route steht noch nicht fest, aber auf jeden Fall möchte ich in den dreieinhalb Wochen die ich habe um bis nach Rio zu kommen Montevideo und die Iguaçu Wasserfälle besichtigen. Falls einer der Blogleser noch gute Vorschläge hat, was ich auf dem Weg auf keinen Fall verpassen sollte – ab in die Kommentare damit.

Allen Bloglesern noch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Vor 7 Monaten gepostet

Amsterdam – Viel schöner als erwartet!

Nach langer (Reise-)Abstinenz mal wieder ein frischer Artikel. Letztes Wochenende ging es von München für zweieinhalb Tage nach Amsterdam. Hauptsächlich wollte ich dabei Myrthe und Erik besuchen, mit welchen ich während meiner Australienreise gerne und viel unterwegs war. Wie so oft wenn man an etwas mit niedrigen Erwartungen heran geht, so hat mich Amsterdam aber wirklich super positiv überrascht.

Um alles ins rechte Licht zu rücken - natürlich war mir auch vorher klar das Amsterdam sicher keine schlechte Stadt ist. Ich hätte mir aber nicht vorgestellt, dass die Grachten (Wasserkanäle) doch so zahlreich sind, dass hier wirklich das Fahrrad mit Abstand das meist genutzte Fortbewegungsmittel ist und das auch die Architektur so schön und interessant ist. Auch wenn ich wusste, das New York ursprünglich New Amsterdam war und somit von Holländern gegründet wurde, so wird einem bei einen Besuch in Amsterdam erst richtig Bewusst, das doch vieles in New York wirklich maßgeblich von den Holländern beeinflusst ist.

Sehr schön war auch wie Myrthe und Erik mich aufgenommen haben, mir ein Fahrrad organisiert haben und mich wirklich die ganzen Tage rund mit den Augen eines Einheimischen durch die Stadt geführt haben. Vielen Dank an euch für die schöne Zeit!

Da an diesem Wochenende die Amsterdamer Musemsnacht war, sind wir ewig durch die Stadt gebummelt und haben bis in die Nacht um 2 einige Museen besuchen, welche neben der normalen Ausstellung auch von Vorführungen über Musik bis hin zu Kulinarischen einiges angeboten haben.

Wenn sicher auch das Wetter nicht das Beste zu dieser Jahreszeit ist, so war es schön auch einige Klischees von Amsterdam bestätigt zu sehen. Wirklich alle 5 Minuten riecht man irgendjemanden mit einem Joint vorbei gehen, mitten in der Altstadt befindet sich ein Rotlichtmilieu und natürlich die unzähligen Coffee Shops. Ein interessanter Kontrast zu alten Gebäuden und jeder Menge Touristen am hellsten Tag.

Vor 1 Jahr gepostet

Was für eine Reise!

Unterwegs im Flugzeug, Zug, Bus, Auto, Motorrad, Schiff und nicht zuletzt zu Fuß (wobei ich ein Paar Flipflops und ein paar Straßenschuhe niedergelaufen habe). Geschlafen in Hostels, in eigener WG in Sydney, im Auto, im Zug, im Schiff, im Flugzeug, in Flughäfen, in Parks, an Stränden, im Zelt und bei Couchsurfern so geht nun leider eine wunderschöne und lange Reise zu Ende. Ich weiß nicht wie viel Kilometer ich dabei genau zurückgelegt habe aber es müssen einige gewesen sein!

Auch wenn diese Reise nicht meine Persönlichkeit verändert hat, so bescherte sie mir unglaublich viele Erfahrungen, Eindrücke und Erinnerungen. Mit jedem Schritt den man in unbekanntes Land setzt erweitert man seinen Horizont - sowohl bewusst als auch unbewusst. Dies ist unbezahlbar und etwas worauf ich mein ganzes Leben zurückschauen kann!

Sicher sind viele Begegnungen oft oberflächlich und laufen nach dem gleichen Schema ab: „Wo bist du her? Wo gehst du hin? Was machst du so?“. Oft genug trifft man jedoch auch auf außergewöhnlich interessante Gesprächspartner aus allen Ecken der Welt, die Ihre eigene spannende Geschichte mit sich tragen und wo es nach einiger gemeinsamer Zeit schade ist „Auf Wiedersehen“ zu sagen!

Faszinierend auf der einen Seite die Unterschiede zwischen den Kulturen zu erleben aber auf der anderen Seite auch zu lernen, dass wir doch alle eins gemeinsam haben: Wir sind Menschen und egal ob wir in China, Australien oder in Deutschland geboren worden so sind wir doch in erstaunlich vielen Dingen ähnlich.

Sicher ist diese Art von Reisen auch nicht für jeden etwas. Oft wusste ich bis zum Abend nicht genau wo ich schlafen werde, wann ich das nächste Mal etwas bezahlbares zu Essen finde, wann ich mal wieder eine Waschmaschine zur Verfügung habe und so weiter. So lange man allerdings Geld hat und dank unserer wunderbaren Technik große Entfernungen so bequem zurücklegen kann und theoretisch zu jeder Zeit übers Internet Kontakt in alle Ecken der Welt hat, sind ein paar kleinere Einschränkungen mehr als akzeptabel. Entlohnt wird man mehr als tausendmal mit Eindrücken, Gesprächen und Erfahrungen.

Ich bin überaus dankbar die Möglichkeit zu dieser Reise gehabt zu haben und bereue keinen einzigen Euro den mich dieser Trip gekostet hat. Vielleicht nicht ganz war: für 8 km/h zu schnell fahren in Australien musste ich über 200 Dollar bezahlen! Aber naja was soll‘s, bei uns wäre bei 108 statt 100 km/h wahrscheinlich noch gar nichts passiert aber Australien ist nun einmal eines der teuersten Länder der Welt!

Ich danke allen Freunden die ich wieder treffen konnte, allen Leuten die ich neu kennen gelernt habe und jedem der mir wie auch immer geholfen hat, für die schöne Zeit und für unzählige schöne Erinnerungen!